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Zuletzt aktualisiert:

 

09.12.2007, 16:11

 

 

1. „Die Sachen klären“: Fachkompetenzen vermitteln

 

1. „Die Sachen klären“: Fachkompetenzen vermitteln

 

Der Religionsunterricht vermittelt lebensrelevante Kenntnisse und Einsichten:

 

»       Viele Lebensvollzüge, Festzeiten und Bräuche, Literatur, Kunst und Musik, aber auch die Grundüberzeugungen unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung sind nur zu verstehen als Teil der Wirkungsgeschichte des Christentums. Seine Wurzeln, seine Entfaltung in der Geschichte, seine Gottesvorstellungen und Auffassungen vom Menschen und – daraus folgend – seine ethischen Forderungen haben die europäische Kultur vielschichtig geprägt. Sogar die Religionskritik der Neuzeit löst in den Kirchen und in der Gesellschaft Klärungsprozesse aus, die sich bis heute in den Menschenrechten und im Wahrheitsverständnis niederschlagen.

Deshalb will der Religionsunterricht dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler

  • hineinwachsen in Kultur und Zivilisation,
  • den christlichen Glauben kennen lernen und in Beziehung setzen zum eigenen Denken und Handeln,
  • sprachfähig werden in Bezug auf Religion und Glaube.

 

»        Wo das eigene Leben und das Zusammenleben mit anderen bedacht wird, kommen Grunderfahrungen des Menschen zur Sprache: Endlichkeit und Begrenztheit, Abhängigkeit und Befreiung, Freiheit und Verantwortung, Schuldigwerden und Umkehr, Individualität und Sozialität, usw. Diese Grunderfahrungen werden auch in den Ritualen, Symbolen und Erzählungen der Religion bearbeitet.

Deshalb will der Religionsunterricht dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler

  • nach dem fragen, was über das unmittelbar Wahrnehmbare hinausgeht,
  • ihre Grunderfahrungen im Gespräch mit religiösen Überlieferungen klären,
  • sich die Frage stellen, was ihrem Leben einen Sinn geben kann,
  • die Frage nach Gott bedenken.

 

»          Unsere pluralistische Gesellschaft ist geprägt von einem Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen und Lebensformen. Dies erfordert tragfähige Werte und Perspektiven für das Miteinander der Einzelnen, der Religionen und Weltanschauungen.

Deshalb will der Religionsunterricht dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler

  • die Frage nach Werten und Normen stellen, deren Begründung diskutieren und Position beziehen,
  • in der Auseinandersetzung mit Religionen und konkurrierenden Lebensentwürfen zu einem eigenen, begründeten Standpunkt finden,
  • fähig werden, die Dimension des Religiösen in ihre Lebensorientierung einzubeziehen.

 

Die hier umschriebenen Kompetenzen erwerben die Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit den fachspezifischen Inhalten, die in den Lernsträngen und Themen dieses Lehrplans ausgewiesen sind.

 

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