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Zuletzt aktualisiert:

 

09.12.2007, 16:10

 

 

B - Aufgaben und Ziele des Unterrichts am Gymnasium

 

 

Das Gymnasium ist eine  pädagogische und organisatorische Einheit und umfasst die Klassen- bzw. Jahrgangsstufen 5 - 12.

 

Es führt die Schülerinnen und Schüler zu einer erweiterten und vertieften allgemeinen Bildung.  Es hat insbesondere die Aufgabe, Schülerinnen und Schülern die allgemeine Studierfähigkeit und die Fähigkeit zur Berufs- und Studienwahl zu vermitteln. Damit werden auch Voraussetzungen für eine anspruchsvolle Ausbildung außerhalb der Hochschule geschaffen.

 

Im Gymnasium werden die Schülerinnen und Schüler in einer der jeweiligen Altersstufe angemessenen Form im Fachunterricht mit Methoden geistigen Arbeitens vertraut gemacht und zu wissenschaftspropädeutischem Lernen hingeführt. Drei Kompetenzbereiche sind hierbei von herausragender und übergeordneter Bedeutung:

 

  • die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, insbesondere die schriftliche Darlegung eines konzisen Gedankengangs: Angestrebt wird die Fähigkeit, sich strukturiert, zielgerichtet und sprachlich korrekt schriftlich zu artikulieren und die erforderlichen Schreibformen und ‑techniken zu beherrschen. Hierzu gehören auch der angemessene Umgang mit Texten, insbesondere Textverständnis, Texterschließung, Textinterpretation sowie zeitökonomische Bearbeitung, das schriftliche und mündliche Darstellen komplexer Zusammenhänge und die Fähigkeit zur sprachlichen Reflexion;
  • das verständige Lesen komplexer fremdsprachlicher Texte: Angestrebt wird die Fähigkeit, fremdsprachliche Texte zu erschließen, zu verstehen, sich über fachliche Inhalte in der Fremdsprache korrekt zu äußern;
  • der sichere Umgang mit mathematischen Symbolen und Modellen: Angestrebt wird die Fähigkeit, Gegenstandsbereiche und Theoriebildungen, die einer Mathematisierung zugänglich sind und in denen Problemlösungen einer Mathematisierung bedürfen, mit Hilfe geeigneter Modelle aus unterschiedlichen mathematischen Gebieten zu erschließen und darzustellen und die Probleme mit entsprechenden Verfahren und logischen Ableitungen zu lösen.

 

Der Erwerb dieser Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten ist nur dann hinreichend sichergestellt, wenn grundsätzlich neben den Fächern Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik alle dafür geeigneten Fächer diese Aufgabe wahrnehmen.

 

Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen in den einzelnen Fächern wird die Fähigkeit, in Zusammenhängen zu denken und Beziehungen zwischen den Fachinhalten herzustellen, entwickelt. Der Unterricht ist so zu gestalten, dass er von den Schülerinnen und Schülern als sinnvolles, in sich zusammenhängendes Ganzes wahrgenommen werden kann.

 

Lehr- und Lernstrategien und die Vermittlung von Arbeitsweisen zur systematischen Beschaffung, Strukturierung und Nutzung von Informationen und Materialien unterstützen Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und die Fähigkeit zur realistischen Einschätzung der eigenen Kompetenzen und Möglichkeiten.

 

Gleichrangig neben dem Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten stehen die Bildung des Charakters, die Entfaltung gefühlsmäßiger und schöpferischer Kräfte, die Entwicklung von Selbständigkeit und Urteilsvermögen sowie die Ausbildung sozialer, ethischer und religiöser Wertvorstellungen und Haltungen.

 

 

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